Spielbericht Männer 2 - HSG Linden 3

(fg) Am vergangenen Samstagabend musste in der HH-Bezirksliga B Gießen die HSG Wettertal II als Gastgeber für die HSG Linden III eine vermeidbare Niederlage kassieren. Am Ende behielten die Gäste beim 27:28 (12:14) mit dem denkbar knappsten Ergebnis die Oberhand und konnten die beiden Punkte aus der Wettertaler Sporthalle in Rockenberg entführen. „Klar sind wir heute personell nicht in Topbesetzung angetreten, aber das darf bei der Breite unseres Kaders eigentlich keine Ausrede sein. Wir hatten heute genügend Möglichkeiten, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Ich habe schon vor dem Spiel gewarnt, dass der Tabellenplatz nicht das Leistungsvermögen von Linden widerspiegelt,“ war Trainer Florian Großmann enttäuscht ob der Niederlage, ordnete den Sieg der Gäste ob des Spielverlaufs aber als durchaus verdient ein. „Wir haben über die gesamte Spielzeit nur zweimal geführt und konnten in der zweiten Hälfte froh sein, dass uns Linden wieder zurück ins Spiel hat kommen lassen,“ so der Wettertaler Trainer weiter.

Die Gäste starteten mit einer offensiven Deckung und waren im Angriff sehr spielfreudig, was die Wettertaler Zweite erstmal vor größere Probleme stellte. „Wir haben uns zu wenig ohne Ball bewegt und uns in der ersten Hälfte fass ausschließlich auf die individuellen Fähigkeiten von Klaus Bergemann verlassen, der sich trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt hat,“ hatte Großmann eine der Erklärungen für den Verlauf des Spiels parat. In der eigenen Deckung bekamen die Bayer & Co. keinen richtigen Zugriff auf den Angriff der Lindener und so legten die Gäste eine schnelle 0:2-Führung (Finn Hakel, 2. Minute) vor. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten arbeiteten sich die Gastgeber aber besser ins Spiel und angetrieben von Mittelmann Klaus Bergemann erzielte man mehrfach den Ausgleich. Nach dem 4:3 (Jonas Bayer, 6. Minute) konnte man fünf Minuten vor dem Seitenwechsel beim 11:10 durch den an diesem Abend stark aufspielenden neunfachen Torschützen Philipp Rumpf letztmals in Führung gehen. „Wir haben vor dem Spiel vor Mittelmann Jan Hillebrand gewarnt, konnten aber weder ihn noch die viel zu vielen Tempogegenstöße verteidigen,“ war Großmann nicht einverstanden mit einem Großteil der gezeigten Leistung. Eben genannter Hillebrand war es auch, der sich für den Halbzeitstand von 12:14 verantwortlich zeichnete. „Wir wollten in der zweiten Hälfte mehr Bewegung in den Angriff bekommen, da Linden Mitte der ersten Hälfte auf eine defensivere 6:0-Abwehr umgestellt hat und in der eigenen Abwehr den Fokus auf die Unterbindung der Spielhandlungen legen,“ so Großmann zum taktischen Vorgehen in den zweiten dreißig Minuten.

Das erste Tor nach der Halbzeit ging auf das Konto von Erstmannschaftsaushilfe Ilias Jatouri, doch danach leisteten sich die Wettertaler Angriffsspieler zu viele individuelle Abspielfehler und mussten die Gäste mehrmals auf vier Tore enteilen lassen (13:17, 14:18 und 17:21). „Wir haben erst Mitte der zweiten Hälfte so richtig ins Spiel gefunden und konnten unsere Stärken besser ausspielen. Hinten haben wir in dieser kurzen Phase gut und stabil gegen die Kreuzbewegungen gearbeitet und unser eigenes Tempospiel durchgezogen,“ keimte bei Großmann Hoffnung auf, dass der holprige Spielverlauf am Ende doch noch zu einem guten Ende kommen könnte. Die logische Konsequenz war der verdiente Ausgleich zum 23:23 (Philipp Rumpf, 51. Minute). „In dieser Phase hätten wir in Führung gehen und den berühmten Bock umstoßen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen und Linden hatte am Ende das glückliche, aber nicht unverdiente Ende auf Ihrer Seite,“ so der Wettertaler Übungsleiter. Die neuerliche Führung der Gäste konnte Philipp Rumpf zweimal per Siebenmeter ausgleichen (26:26 und 27:27) ehe die HSG Linden III in Person von Darwin Walter zwanzig Sekunden vor Schluss vom Kreis zum Endstand von 27:28 erfolgreich war.

„Wir haben mit Butzbach und Linden gegen zwei eher in der zweiten Tabellenhälfte angesiedelte Mannschaften verloren und stehen nun gegen die Top-Teams in der Pflicht, wenn wir an den oberen Tabellenplätzen dranbleiben wollen. Wir haben am kommenden Wochenende in Wettenberg die erste Chance zur Widergutmachung,“ wollte Großmann die Niederlage schnell abhaken und unter Woche im Training aufarbeiten.

 

Im Stenogramm:

 

HSG Wettertal II: Steffen Roth, Tim Benedict Schäfer und Niklas Rettig im Tor, Jonas Bayer (1), Philipp Rumpf (9/3), Louis Heller, Lukas Knorr, Benedikt Hübschle, Klaus Bergemann (5/1), Merten Mosch (5), Tim Bunfill (5), Jonas Heinze, Jannis Tauber (1) und Ilias Jatouri (1)

 

HSG Linden III: Leonhard Luchner und Jonas Münks im Tor, Darwin Walter (1), Finn Hakel (1), Thomas Fischer (5), Jan Hillebrand (7/2), Jannik Pflur (2/2), Robin Hakel (6), Florian Göbel (1), Hendrik Hemmelmann (3) und Johannes Nitschke (2)

 

Zeitstrafen: Mosch und Tauber / Walter (2), F. Hakel, Fischer, R. Hakel und Nitschke

Siebenmeter: Wettertal (5/4) – Linden (5/4)

Schiedsrichter: Jan Stelz (SU Nieder-Florstadt)

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