Spielbericht HSG Mörlen 2 - Männer 2

Wettertal II unterliegt im Nachbarschaftsderby mit 24:26

 

(fg) Die HSG Wettertal II steckt in der HH-Bezirksliga B Gießen der Männer weiterhin im Tabellenmittelfeld fest. Am vergangenen Wochenende musste sich die Mannschaft von Florian Großmann im Wetterauderby der HSG Mörlen II mit 26:24 (10:13) geschlagen geben. „Wir hatten in Hälfte zwei leider zehn ganz schwache Minuten im Angriff, die uns am Ende den Sieg gekostet haben,“ so Großmann zur spielentscheidenden Phase zwischen der 37. und 47. Minute. „Heute war trotz unseres ersatzgeschwächten Kaders definitiv mehr drinnen.“ Mörlen musste wie Wettertal auf einige Stammkräfte verzichten, konnte die Ausfälle am Ende aber besser kompensieren. Bei Wettertal waren neben dem kurzfristig eingesprungenen Routinier Mario Bell mit Tim Schäfer, Tom Weckmann und Kai Heiden gleich drei A-Jugendspieler im Einsatz.

Der Start in die Partie verlief relativ ausgeglichen. Während Mörlen zu Beginn vorlegen konnte, waren es die Gäste, die bis zum 3:3 (Florian Zimmer, 5. Minute) immer wieder ausglichen. „Danach haben wir in der Defensive fantastisch gearbeitet und Mörlen hatte mächtig Probleme mit unserer aggressiven Abwehr. Lediglich über die Außenpositionen mussten wir das eine oder andere Tor zu viel hinnehmen,“ konnte Großmann beim 4:8 eine deutliche Führung seiner Mannschaft bejubeln. Vor allem Tobias Kreuzer spielte sich mit einem lupenreinen Hattrick und einer starken Leistung in den Vordergrund, was ihm in der zweiten Hälfte allerdings eine Manndeckung einbringen sollte. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken spielten die Wettertaler ihre Angriffe geduldig herunter und konnten immer wieder den freien Mitspieler gut in Szene setzen. „Leider sind wir schon im ersten Durchgang ein ums andere Mal am starken Marc Eppinger gescheitert, sonst wären wir sicherlich mit einem deutlicheren Vorsprung in die Kabine gegangen,“ war die mangelnde Chancenverwertung und das ungenügende Überzahlspiel mal wieder das Haar in der Suppe. So konnten die Gäste nach dem 8:12 (Tobias Kreuzer, 23. Minute) lediglich eine 10:13-Pausenführung mit in den zweiten Durchgang nehmen.

„Wir wussten, dass Mörlen nicht aufgeben und bis zum Ende fighten wird. Ihr Spiel lebt von der Emotionalität, darauf waren wir eigentlich gut vorbereitet,“ so der Wettertaler Trainer zum Start in den zweiten Durchgang. Bis zum 15:18 (Florian Zimmer, 38. Minute) konnte die Spielgemeinschaft aus Münzenberg, Gambach und Oppershofen ihre Gastgeber auf Distanz halten. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir ein paar unglückliche Entscheidungen im Angriff getroffen und wenn wir dann mal frei vorm Tor waren, sind wir am gegnerischen Torwart gescheitert,“ musste Großmann mit ansehen, wie HSG Mörlen innerhalb von zehn Minuten durch einen 6:0-Lauf das Spiel zu ihren Gunsten gedreht hatte. „Wir waren in dieser Phase in der Offensive leider zu kopflos. Die Manndeckung gegen Tobi Kreuzer hat uns ein wenig aus dem Konzept gebracht,“ musste Großmann beim Stand von 22:19 (Carsten Stauber) für die Heimmannschaft mit einer Auszeit eingreifen und orderte gegen die beiden stärksten Mörlener Spieler in Hälfte zwei Meiß und Stauber eine Manndeckung an. Diese Maßnahme trug umgehend erste Früchte und nach einem eigenen 4:0-Lauf lagen die Wettertaler wieder auf 22:23 (Florian Zimmer, 51. Minute) in Front und es schien sich ein Spiel auf Messers Schneide zu entwickeln. Die Gastgeber ließen sich aber nicht beirren, sorgten mit drei Treffern in Folge für eine Zwei-Tore-Führung, die sie bis zum Ende verteidigen konnten. Den Schlusspunkt setze der neunfache Torschütze, Alexander Meiß, und sorgte für grenzenlosen Jubel im Mörler Lager. „Wir waren heute leider nur über zwei Drittel der Partie die bessere Mannschaft und haben für Mörlen die Tür immer einen Spalt weit aufgelassen. In Hälfte zwei hat sich das dann leider gerächt,“ musste Großmann am Ende anerkennen, dass der Sieg für Mörlen nicht gänzlich unverdient war, „weil sie in den entscheidenden Momenten einfach die Tore gemacht haben.“ Trotz der Niederlage wollte Großmann drei Spieler loben. „Niklas (Rettig) hat heute ein starkes Spiel gezeigt. Dank seiner Paraden konnten wir in der ersten Hälfte Mörlen auf Distanz halten. In Durchgang zwei wurde er viel zu oft allein gelassen von seinen Vorderleuten. Tobi Kreuzer und Flo Zimmer haben darüber hinaus in vielen Situationen Verantwortung übernommen.“

Im Stenogramm:

HSG Mörlen II: Marc Eppinger und Daniel Koch im Tor, Marcel Meister, Alexander Meiß (9/2), Marcus Hensel (1), Maximilian Schmidt (1), Paul Schwabe (6), Jan-Bela Weinem (1), Niklas Dietz (1), Torben Albus (3) und Carsten Stauber (4)

 

HSG Wettertal II: Tim Benedict Schäfer und Niklas Rettig im Tor, Jonas Bayer, Kai Heiden (2), Tobias Kreuzer (7), Johannes Brückel (2), Florian Zimmer (6/1), Tom Louis Weckmann (1), Jonas Heinze, Florian Wießner (2), Merten Mosch (4) und Mario Bell

 

Zeitstrafen: Meiß, Schmidt, Albus und Stauber / Mosch (2) und Weckmann

Siebenmeter: Mörlen (3/2) – Wettertal (1/1)

Schiedsrichter: Jürgen Straßheim (TSV Griedel)

 

Zurück