Vorschau TV Wetzlar - Männer 1

Beim TV Wetzlar kann die HSG Wettertal alles klar machen

(fg) Nach der enttäuschenden Niederlage im Heimspiel gegen die HSG Lumdatal II wollen die Schützlinge von Trainer Sven Tauber an diesem Freitag (19:30 Uhr, Sporthalle der Pestalozzi-Schule) als Gast beim TV Wetzlar in Sachen Klassenerhalt alles klar machen. Bei einem eigenen Sieg würden sich die Wettertaler aller Zweifel entledigen und auch in der kommenden Saison in der Bezirksoberliga Gießen an den Start gehen. Bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage wären sie auf die Ergebnisse der anderen Mannschaften in der BOL Gießen bzw. in den höheren Klassen angewiesen. Das gleiche Szenario gilt für Gastgeber TV Wetzlar, sodass es sicherlich darauf ankommen wird, welche Mannschaft als erstes Ihre Nervosität ablegen und zu Ihrem Spielrhythmus finden kann. „Wir haben gegen Lumdatal nicht unser volles Leistungspotential abgerufen. Das wird in Wetzlar aber nötig sein, um dort bestehen zu können und nicht am Ende in eine gewisse Abhängigkeit zu geraten,“ gibt sich Tauber kämpferisch.

Dass dieses Unterfangen nicht gerade einfach wird, zeigen die stets knappen Spiele gegen Wetzlar in den vergangenen Jahren. Im Hinspiel in Münzenberg bestimmte die Tauber-Sieben über einen Großteil der Partie das Spielgeschehen und ging mit 23:18 als verdienter Sieger vom Platz. Die Wetzlarer musste zum damaligen Zeitpunkt auf Ihren Top-Spielmacher, Yannic Dubiys, verzichten, der aber am heutigen Abend sicherlich zur Verfügung stehen wird. Beim Auswärtssieg in Linden vergangene Woche erzielte Dubiys 8 Tore und war Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft. „Er zieht im Rückraum die Fäden und ist trotz seiner vielen Verletzungen in den vergangenen Jahren noch immer sehr dynamisch und extrem torgefährlich. Auf ihn müssen wir ein größeres Augenmerk legen, ohne dabei seine Nebenleute zu vernachlässigen,“ gibt Tauber schonmal ein Ziel für das schwere Auswärtsspiel vor.

„Wenn wir es wieder schaffen, eine stabile Abwehrarbeit an den Tag zu legen und Wetzlar bei unter 25 Toren halten, dann bin ich guter Dinge, was einen Auswärtssieg angeht,“ so Tauber weiter. Neben Dubiys sind die beiden Schetzkens-Brüder sowie Jan Kundt und Moritz Jung wichtige Eckpfeiler im Team von Trainer Marco Schmidt. Bei den Wettertalern wird viel davon abhängen, dass neben der eigenen Abwehr vor allem wieder mehr Spielfluss im Angriff zustande kommt und die Chancenverwertung deutlich verbessert wird. „Da waren wir im Spiel gegen Lumdatal zu nachlässig. Bei einer besseren Trefferquote müssten wir uns heute wahrscheinlich keine Gedanken mehr machen, sondern könnten ohne Druck nach Wetzlar fahren,“ weiß Tauber auch, dass es zu diesem Finale für sein Team nicht unbedingt hätte kommen müssen.

Personell wird sich im Vergleich zum Lumdatalspiel nicht viel ändern, da von den Verletzten wohl keiner ins Team zurückkehren wird. Hinter dem Einsatz von Florian Großmann steht noch ein großes Fragezeichen, da dieser sich mit den Nachwehen einer Oberschenkelverletzung aus dem letzten Heimspiel herumplagt und diese Woche nicht trainieren konnte. Für Tauber wäre dieser zusätzliche Ausfall sicherlich ein weiter Schlag ins Kontor. „Für uns zählen nur die zwei Punkte, alles was danach passiert kann uns hoffentlich egal sein,“ so Tauber abschließend.

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