Spielbericht TG Friedberg - Männer 1
HSG Wettertal kämpft bis zum Schluss - belohnt sich erneut nicht
In einem intensiven und torreichen Spiel musste sich die HSG Wettertal bei der TG Friedberg am Ende mit 31:35 (15:14) geschlagen geben. Trotz einer starken ersten Halbzeit und einer überragenden Torhüterleistung reichte es für die Gäste nicht zu etwas Zählbarem.
Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Wettertal zeigte sich offensiv variabel, allen voran Jonas Kielich, der mit zehn Treffern bester Werfer seines Teams war und die Friedberger Abwehr immer wieder vor Probleme stellte. Ebenso war zu Beginn die erste Welle ein großer Faktor, denn Wettertal konnte, bis zur Verletzung von Merlin Metzger, auf diesem Wege großes Schaden anrichten. Auch defensiv stemmte sich die HSG lange erfolgreich gegen die Gastgeber – nicht zuletzt dank Julian Schremmer, der im Tor mit 19 Paraden glänzte. Besonders bemerkenswert: Der Großteil seiner Paraden kam bei freien Würfen, wodurch er sein Team mehrfach im Spiel hielt.
Zur Halbzeit lag Wettertal knapp mit 15:14 in Führung und durfte auf eine Überraschung hoffen. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst offen, doch mit zunehmender Spielzeit machte sich die dünne Bank der Gäste bemerkbar. Friedberg konnte häufiger wechseln und erhöhte das Tempo. Gerade in dieser Phase konnte man Lukas Walter und Abwehrchef Tom Kneissl nicht einsetzen. Dazu ein erkrankter Yannic Tauchmann, welcher sich, so lange es halt ging, durchgebissen hat. In der entscheidenden Phase verhinderten zudem undisziplinierte Zeitstrafen ein besseres Ergebnis für Wettertal. Auch wenn sich die Gäste in einigen Situationen benachteiligt fühlten, waren diese Strafen letztlich selbstverschuldet und brachten den Spielfluss ins Stocken. Friedberg nutzte die Überzahlsituationen konsequent und setzte sich Schritt für Schritt ab.
Hier macht sich dann bemerkbar, dass auf der einen Seite Spieler stehen, für welche die BOL absolutes Neuland ist und auf der anderen Seite man eben mit Röhrs und Ploner nachlegen kann. Zusammen mit Kulenovic und Peppler (und einem starken Balazs im Tor) steht da eben die pure Erfahrung gegenüber. Am Ende steht ein 35:31-Heimsieg für die TG Friedberg. Für die HSG Wettertal bleibt trotz der Niederlage die Erkenntnis, dass man mit Einsatz, starkem Torhüterspiel und individueller Klasse auch auswärts konkurrenzfähig ist – wenn die Disziplin bis zur letzten Minute stimmt.